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 Im Folkclub gastierte „MaCajun“

Südstaaten-Feeling in Mölln

macajun trio.jpg 

Spielfreude und Bildungs­auftrag: Frontmann Klaus Haettich (links) brachte den Möllnern die Cajun-Musik näher.

 

(gh) Mölln - „Und tief in mir drin, tanzt Huckleberry Finn...“ - Der Ohrwurm von Chanson-Sänger Stefan Waggershausen, wird vielen Musikfreunden geläufig sein. Die Melodie, der Sound dazu ist originale Cajunmusik. In Louisiana, in den swingenden Südstaaten der USA, hat sich diese spezielle Musik über Jahrhunderte etabliert. Die sechsköpfige Band „MaCajun“ aus Lüneburg ist eine der renom­mier­testen Gruppen in Norddeutschland, die sich auf die Gute-Laune-Musik spezialisiert haben. In Mölln gastierte die Gruppe nach vielen Jahren im Folk-Club erneut, und überzeugte mit einem anspruchs­vollen Programm.

Klaus Haettich (Cajun-Accordion und Pianoakkordeon) führte mit seiner zurückhaltenden und sehr sympathischen Moderation durch das Programm. Sein mal sanfter, öfter aber kehlig-rockiger Gesang, flott zwischen französischen, deutschen und englischen Liedern wechselnd, hatte viel Flair. Im Programm von MaCajun gab es die traditionellen balladenar­tigen, französisch inter­pretierten Lieder ebenso, wie deutsche Übersetzungen und englische Lieder.


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Friedrich Boenig (E-Gitarre, Dobro, Slide, Gesang).

Wie der Frontmann, der MaCajun 1995 gründete, sagte, sei Cajun immer auch Tanzmusik gewesen. Die Cajun-Musik und die dazugehörigen Tänze bestehen hauptsächlich aus schnellen Two-Steps und Stomps sowie langsamen Walzern. Das Motto der Cajuns ist Laissez les bons temps rouler (sinngemäß: Genießt das Leben), und so handeln die Texte vom Alltag und seiner harten Arbeit, von traurigen Begebenheiten, aber auch lustigen Ereignissen, von Liebe, gutem Essen, dem Tanz. 

„Wir haben ja auch einen Bildungs­auftrag“, schmunzelte der Frontmann locker und erzählte einige historische Zusammenhänge über die in Europa nicht so populäre Cajun-Musik, die Einwanderer aus Frankreich mit ihren Geigen begleitet mit Löffeln (Cajun spoons) und „Tit-fer“ (kleines Eisen), einer Triangel als Rhyth­musinst­rumente im, Gepäck hatten. Deutsche Einwanderer brachten um 1880 das deutsche Melodeon (Handharmonika, diatonisches Knopfakkordeon) mit, das heute Cajun Accordion heißt
.

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Die Gruppe „MaCajun“ spielte im Folk-Club Mölln.

 
Mit Friedrich Boenig (E-Gitarre, Dobro, Slide, Gesang) gab es neben Klaus Haettich einen weiteren, außerordentlich virtuosen Spezialisten in der Gruppe, der mit einem tollen Solo auf seiner „Dobro“ überzeugte. 
In der Band spielen Rudolf Goldberg (Schlagzeug), Dieter Kraatz (Geige), Günther Khuen (Kontrabass und E-Bass) und Henning Lindner (Waschbrett).

(Fotos: Gerkens-Harmann)

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